04.06.10 -
Vanquish übernimmt Distribution für Terminalserver-Lösung NetMan Desktop Manager von H+H. ...
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Mit dem Windows Server 2008 hat Microsoft ein Produkt vorgestellt, das die grundlegenden Fähigkeiten mitbringt, um als Applikationsserver im Bereich Terminal Services bzw. Anwendungsvirtualisierung genutzt zu werden. Die Frage, die sich jedoch stellt ist: Reichen die Funktionen des Produkts aus, um damit im alltäglichen Betrieb zufriedenstellend und vor allen Dingen effizient zu arbeiten?
Überspitzt könnte man als Vergleich fragen: Reicht ein Lada als Dienstwagen (zweifelsohne ein ausgereiftes Fahrzeug mit 4 Rädern und einem Lenkrad), oder sollte es nicht doch lieber ein Auto der Mittel- oder Oberklasse sein?
Im folgenden werden einige Funktionalitäten des Windows Servers 2008 auf die Probe gestellt und mit den Funktionen verglichen, die Ihnen NetMan Desktop Manager bietet.
Neben diesen identisch benannten, aber leistungsseitig sehr unterschiedlichen Funktionen bietet NetMan Desktop Manager eine Vielzahl von Merkmalen, die einen deutlichen Mehrwert im Vergleich zum „puren“ Windows Server 2008 eröffnen.
Exemplarisch hier zwei besonders interessante Funktionen des NetMan Desktop Manager:
Als erster Windows Server ermöglicht der Server 2008 das publizieren einzelner Anwendungen. Microsoft nennt dieses Feature: RemoteApp
Was sich auf den ersten Blick einfach anhört, gestaltet sich im tagtäglichen Einsatz etwas kompliziert:
Während NetMan Desktop Manager die Applikationsverteilung in einer übersichtlichen Oberfläche bündelt, müssen bei Microsoft umständlich MSI-Pakete erstellt und per Gruppenrichtlinien verteilt werden.
Ändert sich etwas an den verteilten Applikationen (neues Release, anderer Installationspfad o.ä.), beginnt das Spiel von vorn. Die Komplexität der Gruppenrichtlinien (inkl. der Gefahr von kritischen Fehlkonfigurationen) kommen erschwerend hinzu.
Ähnlich verhält es sich bei der mittlerweile auch von Microsoft angebotenen Funktion Content Redirect (oder auch Inhaltsumleitung genannt). Auch hier hier gibt es erhebliche Leistungsunterschiede zwischen dem Windows Server 2008 und NetMan Desktop Manager. Oberflächlich tun beide Funktionen das gleiche – beim Doppelklick auf eine Datei wird die zugehörige Applikation auf dem Terminalserver gestartet. Klickt der User bespielsweise auf eine doc-Datei, öffnet sich Microsoft Word.
Doch was passiert, wenn zu diesem Zeitpunkt keine Verbindung zum Terminalserver besteht, weil der Außendienst-Mitarbeiter gerade keinen Empfang über seine UMTS-Karte hat oder am Heimarbeitsplatz das DSL ausgefallen ist?
Da Microsoft die entsprechenden Dateitypen hart mit dem Terminalserver „verdrahtet“ hat, steht der User vor einem Problem – es passiert nämlich einfach überhaupt nichts.
Dagegen beherrscht NetMan Desktop Manager ein dynamisches Content Redirect. Besteht zum entsprechenden Zeitpunkt keine Verbindung zum Terminalserver, startet NDM automatisch eine alternative, lokal installierte Anwendung (in unserem Beispiel Wordpad oder ein lokal installiertes Office), so dass der Benutzer weiterarbeiten kann.
Ergänzend zum bekannten Network Load Balancing (NLB) verfügt der Windows Server 2008 über ein verfeinertes Load Balancing, das die einzelnen Server anhand von Session Counts mit Sitzungen versorgt. Dies bedeutet nichts anderes, als dass immer der Server die nächste Anmeldung annimmt, der zu dieser Zeit die geringste Anwenderzahl versorgt.
Sagt die Anzahl der Sessions auf einem Terminalserver wirklich etwas über dessen Auslastung aus? Ein kleines Beispiel:
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Server A: 15 Anwender, die lediglich Word bzw. Excel geöffnet haben, von diesen 15 arbeiten 10 aktiv mit der Applikation. Ergibt ca. 20% CPU-Last auf dem Server |
Server B: 4 Anwender, alle spielen aktiv Moorhuhn. Ergibt ca. 95% CPU-Last auf dem Server |
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Folge beim Windows Server 2008: Automatisch erhält Server B die nächste Anmeldung zugeteilt, obwohl dieser bereits überlastet ist. |
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Das integrierte Load Balancing des NDM arbeitet dagegen performancebasiert.
D.h. das System überwacht automatisch die Auslastung der CPU und des Arbeitsspeichers und leitet neu ankommende Sessions automatisiert an den am geringsten ausgelasteten Server.
Der Windows Server 2008 verfügt nach Aussage von Microsoft über ein Webinterface. Was die Microsoft Marketing Abteilung nicht erwähnt:
NetMan Desktop Manager verfügt ebenfalls über ein Webinterface:
Eine Zielstellung bei der Einführung einer neuen Technologie ist regelmäßig der Wunsch, dass der Anwender genauso weiterarbeiten kann wie bisher (oder die Veränderung positiv ist, also besser, schneller, effizienter). Bis zum Windows Server 2003 musste der Benutzer sich nochmals explizit am Server anmelden, wollte er eine dort installierte Applikation nutzen. Microsoft verspricht diesem Mehraufwand mit dem Windows Server 2008 ein Ende gemacht zu haben und wirft das Buzzword „Single Sign On“ in den Ring. Benutzt der Anwender Windows Vista oder ein Windows XP mit Service Pack 3(!) funtkioniert dies auch – die lokalen Anmeldedaten werden an den Server weitergereicht. Doch was, wenn er Windows XP mit einem niedrigeren Patchlevel benutzt? Oder gar Windows 2000? Dann muss sich der Anwender wie in alten Zeiten jedesmal am Server anmelden, wenn er eine Applikation starten will.
Im Gegensatz bietet NetMan Desktop Manager auch mit reiferen Betriebssystemen (ab Windows 2000) den vollen Komfort des Single Sign On, und dies sogar auch mit dem Windows Server 2003. Alternativ zum vollständigen Single Sign On lässt sich NDM so konfigurieren, dass zumindest beim ersten Start einer Terminalserver-basierten Anwendung eine Anmeldung erfolgen muss, um unternehmenskritische Anwendungen zusätzlich abzusichern.
Ähnlich wie beim Single Sign On verhält es sich auch beim universellen Druckertreiber des Windows Server 2008 (bei Microsoft „Easy Print“ genannt).
Hier verfolgt Microsoft einen ähnlichen Ansatz wie NetMan Desktop Manager: Die Druckdaten werden in einem allgemeingültigen Format aufbereitet und an den Client übermittelt. Bei Microsoft wird das eigene und wenig verbreitete XPS-Format verwendet, NDM setzt auf den Industriestandard PDF.
Das so vorbereitete Dokument lässt sich dann jeweils auf dem Client auch über einen lokalen Drucker ausgeben, ohne dass auf dem Terminalserver entsprechende Treiber vorhanden sein müssen.
Beim Windows Server 2008 funktioniert dies aber nur, sofern Windows XP SP3(!) oder Windows Vista auf dem Client eingesetzt wird.
Der universelle Druckertreiber des NetMan Desktop Manager unterstützt hingegen alle gängigen Betriebssysteme (inkl. Linux und Mac OS).
Das Thema Compliance ist heute nicht mehr nur für Konzerne und die Großindustrie von entscheidender Bedeutung. Die Rechtssicherheit beim Einsatz von Software betrifft auch den klassischen Mittelstand. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die konsequente Einhaltung der Software-Lizenzbedingungen bzw. die Überwachung der Lizenznutzung zur Vermeidung von Unterlizenzierung bzw. Lizenzbruch.
NetMan Desktop Manager verfügt über die Möglichkeit, jede bereitgestellte Software dahingehend zu überwachen, dass
Die Nutzung der einzelnen Anwendungen lässt sich auf Wunsch protokollieren, so dass ein entsprechender Nachweis problemlos zu führen ist.
Das integrierte Lizenzmanagement lässt sich auch dazu nutzen, evtl. bestehende Überlizenzierungen zu ermittlen. So kann über die Statistik-Funktion ermittelt werden, welche Software überhaupt genutzt und wie der bestehende Lizenzpool ausgeschöpft wurde. Hierdurch kann das Lizenzmanagement als Werkzeug für die ökonomisch optimierte Lizenzierung dienen.
Ob und wie eine private Internetnutzung am Arbeitsplatz erlaubt ist, ist in jedem Unternehmen unterschiedlich geregelt.
Um diese Regeln durchzusetzen, ermöglicht der NetMan Desktop Manager eine filigran steuerbare Zugriffskontrolle für den Internetzugang. Hierfür können Black- bzw. Whitelists definiert werden, die entweder bestimmte Webseiten sperren (und alle anderen erlauben) bzw. bestimmte Seiten freigeben (und andere im Gegenzug verbieten). Die so definierten Regeln lassen sich je nach Station und Mitarbeiter festlegen.
Die Regeln greifen sowohl innerhalb von Terminalserver-Sitzungen als auch lokal! D.h. bei aktivem NetMan Desktop Client können die Regeln auch nicht mit einem lokal intallierten Browser umgangen werden. Dabei spielt es keine Rolle, welchen Browser der Anwender verwendet.
Darüber hinaus punktet NetMan Desktop Manager durch umfangreiche Monitoring- und Reportingfunktionen, die Sicherheitsfunktionalitäten und das stark verbesserte Management.
Auf dieser Web-Site erwähnte Namen von Produkten dienen zur Identifikation und können Warenzeichen und/oder Warenzeichen ihrer jeweiligen Unternehmen sein.
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